Serie wieder bei null: Oberwart gleicht gegen BC Vienna aus
BC Vienna hat im zweiten Spiel der Playoff-Halbfinalserie der Basketball Superliga die erste Niederlage der Serie hinnehmen müssen. Die Wiener verloren im Hallmann Dome gegen die Oberwart Gunners mit 77:89 (18:27, 29:50, 52:66), womit die Best-of-Five-Serie nun bei 1:1 steht. Nach einer schwachen ersten Halbzeit kämpfte sich Vienna nach der Pause zwar nochmals zurück, konnte die Partie gegen deutlich aggressiver auftretende Burgenländer aber nicht mehr drehen.
Head Coach Mike Coffin schickte erneut Gregor Glas, Samuel Hunter, Lovre Runjić, Borislav Mladenov und Darko Bajo als Starting Five aufs Parkett. Oberwart erwischte dennoch den deutlich besseren Start und setzte BC Vienna früh mit viel Physis und hoher Intensität unter Druck. Die Gäste kontrollierten das erste Viertel, zwangen Vienna immer wieder zu schwierigen Abschlüssen und nutzten Fehler der Wiener konsequent aus. Nach zehn Minuten lag BC Vienna bereits mit 18:27 zurück.
Auch im zweiten Abschnitt fanden die Wiener offensiv nur selten konstant in ihren Rhythmus. Oberwart verteidigte aggressiv gegen die Ballhandler, gewann das Reboundduell und kam immer wieder zu einfachen Punkten in Transition. Dadurch wuchs der Rückstand bis zur Pause auf 29:50 an.
Vienna zeigte nach der Pause Reaktion
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich BC Vienna deutlich verbessert. Die Gastgeber erhöhten defensiv den Druck, zwangen Oberwart zu mehr Fehlern und schwierigeren Würfen und fanden gleichzeitig offensiv wesentlich besser in ihren Rhythmus.
Vor allem im dritten Viertel arbeitete sich Vienna Schritt für Schritt zurück in die Partie. Der Abschnitt ging mit 23:16 an die Hausherren, wodurch der Rückstand vor dem Schlussviertel auf 52:66 verkürzt werden konnte. In dieser Phase funktionierte die Defense deutlich besser, dazu lief auch das Offensivspiel wesentlich flüssiger.
Auch im vierten Viertel gab sich BC Vienna nicht auf und versuchte weiterhin, den Rückstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Besonders Gregor Glas lenkte nun verstärkt das Offensivspiel und versuchte das Tempo zu kontrollieren.
Aufholjagd blieb unbelohnt
Für eine komplette Wende reichte es am Ende jedoch nicht mehr. Trotz der Aufholjagd gelang es Vienna nicht, den Rückstand weiter entscheidend zu verkürzen. Oberwart fand in der entscheidenden Phase nochmals Antworten und ließ die Wiener nicht mehr näher herankommen.
„Wir haben in der ersten Halbzeit nicht mit der nötigen Energie gespielt und Oberwart dadurch früh ins Spiel kommen lassen. Nach der Pause war die Reaktion deutlich besser, aber gegen so einen Gegner kannst du dir so einen Start nicht leisten. Jetzt müssen wir den Fokus sofort auf Spiel drei legen“, sagte Mike Coffin.
Oberwart mit mehr Energie und Härte
Im Vergleich zu Spiel eins präsentierte sich der amtierende Meister insgesamt deutlich bissiger und physischer. Oberwart gewann das Reboundduell mit 33:27 und profitierte auch von 19 Wiener Ballverlusten.
Bei BC Vienna waren Gregor Glas und Rašid Mahalbašić mit jeweils 14 Punkten die erfolgreichsten Werfer. Lovre Runjić erzielte elf Punkte, Luka Ašćerić brachte zehn Punkte von der Bank. Insgesamt fand Vienna offensiv jedoch deutlich weniger Effizienz als noch beim Auswärtssieg in Oberwart und traf lediglich vier Dreipunktewürfe bei 22 Versuchen.
Serie nun wieder komplett offen
Die Halbfinalserie ist damit wieder komplett offen. Für BC Vienna gilt es, an die deutlich verbesserte zweite Halbzeit anzuknüpfen und am Donnerstag, dem 14. Mai 2026, in Oberwart die nächste Reaktion zu zeigen. Tip-off ist um 19.15 Uhr.
Basketball Austria/Andreas Pichler