Wiener wagt nächsten Schritt: Schuch wechselt in die NCAA
Mit Benjamin Schuch setzt ein österreichisches Talent seinen Weg auf internationalem Parkett fort. Der 2,06 Meter große Forward hat bei den New Mexico Lobos unterschrieben und wechselt zur kommenden Saison an die University of New Mexico, wo er sich der Herausforderung NCAA Division I stellt.
Der 19-Jährige machte seine ersten basketballerischen Schritte bei WAT Landstraße Capricorns in Wien und wurde anschließend in Klosterneuburg ausgebildet. Früh entwickelte er ein für seine Position außergewöhnlich vielseitiges Profil und sammelte erste internationale Erfahrung.
Station Spanien
Seinen bislang wichtigsten Entwicklungsschritt setzte er in Spanien. Nach einer starken U18-Europameisterschaft 2023 wurde Zentro Basket Madrid auf ihn aufmerksam und holte ihn nach Spanien. Dort gelang ihm auf Anhieb der Sprung in eine tragende Rolle. In seiner ersten Saison belegte sein Team hinter den Nachwuchsprogrammen von Barcelona und Real Madrid den dritten Platz in der Liga, ein Ergebnis, das in dieser Konstellation als Überraschung galt.
In der Saison 2025/26 kam er bei Zentro Basket Madrid auf 10,1 Punkte, 6,0 Rebounds und 5,1 Assists pro Spiel und unterstrich damit seine Vielseitigkeit als Forward, der sowohl im Abschluss als auch als Spielgestalter Akzente setzen kann.
Auch auf internationaler Ebene sammelte er Erfahrung. Schuch ist mittlerweile Teil des österreichischen A-Nationalteams und lief zuvor auch für das U20-Nationalteam auf. zuletzt zeige er in WM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande kam er auf 15 Punkte und zeigte dabei auch Präsenz in Rebounding und Spielaufbau.
Nächster Schritt: NCAA
Der Wechsel in die USA ist der nächste logische Schritt in seiner Entwicklung. In Albuquerque trifft Schuch auf ein Umfeld, das ihn physisch wie taktisch fordern wird und ihm gleichzeitig die Möglichkeit bietet, sich auf höchstem Universitätsniveau weiterzuentwickeln. Er kommt in ein Team, das nach den Abgängen mehrerer Big Men gezielt nach Größe und Vielseitigkeit im Frontcourt gesucht hat.
Für den heimischen Basketball ist seine Entwicklung ein Beispiel dafür, dass der Weg über die lokale Ausbildung und weitere Stationen im Nachwuchssystem bis hin zu internationalen Erfahrungen funktionieren kann.
Foto: Andreas Pichler