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Jakob Pöltl steht wieder in den NBA-Playoffs

Die Toronto Raptors sichern sich mit einem klaren 136:101 gegen die Brooklyn Nets Platz fünf im Osten und umgehen das Play-in. Mit einer 46:36-Bilanz beenden die Kanadier die Regular Season und lösen damit direkt das Ticket für die Postseason.

Für den Wiener ist es die vierte Playoff-Teilnahme, die erste seit 2019. In 19 Minuten liefert Jakob Pöltl 11 Punkte bei perfekter Trefferquote aus dem Feld, dazu 5 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals und einen Block. Auch defensiv bringt er die Präsenz, die Toronto in solchen Spielen stabilisiert, vor allem in der Zone und im Pick-and-Roll.

Die Nets halten in der Anfangsphase noch dagegen, können das Tempo der Raptors aber über die gesamte Spielzeit nicht mitgehen. Toronto erhöht Schritt für Schritt den Druck, kontrolliert das Spiel zunehmend und sorgt spätestens im Schlussabschnitt für klare Verhältnisse.

Für Pöltl ist der Einzug mehr als nur eine weitere Playoff-Serie. Nach mehreren Jahren ohne echte Perspektive Richtung Postseason ist es die Rückkehr auf die größte Bühne des Basketballs. 2021, 2022 und 2023 war jeweils im Play-in Schluss, jetzt gelingt der direkte Weg.

Von Wien in die NBA Playoffs

Aus Wien kommend, hier ausgebildet, heute wieder Teil eines Playoff-Teams. Jakob Pöltl hat sich in Toronto als verlässlicher Big Man etabliert, der vor allem über Effizienz, Rebounding und defensive Präsenz kommt.

Unter Head Coach Darko Rajaković hat sich seine Rolle weiter gefestigt. Der serbische Cheftrainer schenkt ihm das Vertrauen im Zentrum und setzt ihn gezielt in Lineups ein, in denen seine Stärken im Pick-and-Roll und in der Zone zur Geltung kommen.

Rajaković hat in dieser Saison Geschichte geschrieben, als erster europäischer Head Coach beim NBA All-Star Game und nun auch als erster europäischer Head Coach, der ein Team in die NBA Playoffs führt. Die Entwicklung der Raptors findet damit ihre klare Bestätigung im sportlichen Ergebnis.

Konstante Rolle im System

Pöltl ist kein primärer Scorer, aber ein konstanter Faktor im Zentrum der Raptors. Seine Stärken liegen im Screening, im Spiel ohne Ball und in der Absicherung der Zone. Genau diese Elemente geben Toronto die Balance, die es in engen Playoff-Serien braucht. Gerade in einer Serie, in der jedes Detail entscheidet, sind diese Beiträge oft spielentscheidend, auch wenn sie sich nicht immer vollständig im Boxscore abbilden.

Blick auf die erste Runde

In der ersten Runde wartet mit den Cleveland Cavaliers ein Gegner, den Toronto in der Regular Season dreimal schlagen konnte, allerdings zu einem frühen Zeitpunkt der Saison. Das Team um Donovan Mitchell und den vor der Trade Deadline geholten James Harden hat sich seitdem deutlich verändert und wird eine andere Herausforderung darstellen.

Game 1 steigt am Samstag, 18. April, um 19.00 Uhr in Cleveland, eine für europäische Zuschauer ungewöhnlich günstige Zeit. Für Jakob Pöltl ist es die nächste Gelegenheit, sich auf der größten Bühne erneut zu beweisen.

Foto: APA