BC Vienna mit Blowout gegen Dukes, stellt Serie auf 1:0
BC Vienna startete mit einem klaren Statement in die Playoff-Viertelfinalserie und schlug die BK Dukes im Hallmann Dome deutlich mit 90:68. Die Entscheidung fiel spätestens im dritten Viertel, danach spielte Vienna die Partie kontrolliert zu Ende, auch mit Blick auf das wichtige ABA-Spiel am Montag in Belgrad.
Die Partie begann mit einem klar körperlichen Ton. Klosterneuburg sammelte bereits nach rund 30 Sekunden zwei Fouls und brachte sich damit früh selbst unter Druck. BC Vienna nutzte das konsequent, Darko Bajo erzielte die ersten Punkte, defensiv war man von Beginn an präsent.
Rašid Mahalbašić setzte mit dem ersten Steal ein Zeichen, kurz darauf sorgte Sammy Hunter mit einem Dunk für die erste klare Energieaktion. Vienna fand früh Zugriff, zwang die Dukes zu schwierigen Entscheidungen und kontrollierte Tempo sowie Rhythmus.
Ein zusätzlicher Faktor: Benjamin Blazević kassierte bereits im ersten Viertel drei Fouls, sehr zum Leidwesen von BK-Coach Damir Zeleznik, der damit in der Zone früh Optionen verlor. Nach zehn Minuten stand ein verdientes 22:16 für BC Vienna zu Buche.
Zweites Viertel brachte den Bruch
Im zweiten Abschnitt drehte Vienna das Spiel komplett auf seine Seite. Zwei schnelle Fastbreaks direkt zu Beginn gaben die Marschrichtung vor, die Intensität blieb hoch, die Entscheidungen wurden klarer. Simas Jarumbauskas brachte zusätzliche Präsenz, Luka Ašćerić traf von außen und machte das Feld breit. Nach rund sechs Minuten wuchs der Vorsprung erstmals auf über zehn Punkte an.
Die Gäste verloren in dieser Phase den Zugriff komplett. Nach einem unsportlichen Foul von Ašćerić an Dragan Stajić musste der Guard mit Verdacht einer Gesichtsfraktur vom Feld, wurde sowohl am Court als auch außerhalb minutenlang behandelt und anschließend ins Spital gebracht. Ein technisches Foul gegen die Dukes-Bank verschärfte die Situation zusätzlich.
Vienna nutzte jede dieser Situationen konsequent. Der Vorsprung wuchs weiter, beim +20 war das Spiel praktisch entschieden. Die Dukes fanden weder offensiv Rhythmus noch defensiv Zugriff, während BC Vienna das Spiel diktierte und die Kontrolle nicht mehr abgab.
Defense nahm den Dukes jede Chance
Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Zwar sammelte Darko Bajo früh sein drittes Foul, Einfluss auf den Spielverlauf hatte das jedoch nicht. Sammy Hunter blieb auf beiden Seiten ein Faktor, brachte Energie, traf offensiv und arbeitete defensiv konstant. Dazu kam eine Phase mit vier verwandelten Dreiern in Folge, die den Vorsprung weiter ausbaute.
Klosterneuburg konnte darauf nicht reagieren. Blazević beging sein fünftes Foul und schied vorzeitig aus, ein weiterer Rückschlag in einem ohnehin schwierigen Spiel. Spätestens rund eine Minute vor Ende des dritten Viertels war klar, dass die Partie entschieden war. Vienna kontrollierte die letzten Minuten defensiv komplett und ließ praktisch keine einfachen Abschlüsse mehr zu.
Blick auf Belgrad
Das vierte Viertel begann ohne Spannung. Nach wenigen Minuten nahm BC Vienna Tempo und Intensität bewusst raus, verteilte die Minuten breiter und vermied jedes Verletzungsrisiko, auch mit Blick auf das wichtige Auswärtsspiel in der ABA League in Belgrad bei KK FMP (17.00 Uhr). Klosterneuburg konnte daraus keinen Nutzen mehr ziehen, die Hausherren brachten das Spiel kontrolliert über die Zeit.
BC Vienna entschied das Spiel über mehrere Faktoren gleichzeitig: frühe Fouls der Dukes, klare Vorteile im Rebound, bessere Wurfauswahl und deutlich mehr Kontrolle im Spielaufbau. Klosterneuburg verlor durch Foulprobleme und Unterbrechungen früh den Rhythmus und fand nie konstant in die Partie.
Foto: Basketball Austria/Maryna Solovei