Matchball in der Posthalle: Vienna United vor Finaleinzug
Vienna United hat im Halbfinale der Basketball Zweite Liga den ersten Schritt gemacht und steht nun vor der Chance, die Best-of-Three-Serie vorzeitig zu beenden. Nach dem Auswärtssieg in Game 1 gegen die Mistelbach Mustangs kann das Team am Sonntag in der Posthalle (17.30 Uhr) mit einem weiteren Erfolg den erstmaligen Finaleinzug fixieren.
Die Ausgangslage ist eindeutig, aber genau darin liegt die Schwierigkeit. Vienna United ist in der Serie vorgelegt, Mistelbach steht unter Druck. Eine weitere Niederlage würde das Saisonende bedeuten, entsprechend ist eine Reaktion zu erwarten.
Break geholt, Job’s not finished
Der Sieg in Spiel eins gegen den Favoriten hat die Serie verschoben. Vienna United hat sich den Vorteil geholt, darf sich darauf aber nicht verlassen. In einer Best-of-Three-Serie ist der zweite Sieg der entscheidende Schritt, gleichzeitig aber oft der schwerere.
Mistelbach wird sowohl in der Intensität als auch in den Anpassungen zulegen müssen. Nach der Niederlage vor eigenem Publikum geht es nun darum, die Serie zu verlängern und ein Entscheidungsspiel zu erzwingen. Zusätzlich können die Niederösterreicher wieder auf einen erweiterten Roster zurückgreifen.
Erfahrung aus dem Viertelfinale
Ein Blick zurück zeigt, wie schnell sich eine Serie drehen kann. Im Viertelfinale kippte Spiel zwei gegen die Wörthersee Piraten vor allem durch eine dominante Einzelperformance von Shawn Ray, der das Spiel mit 39 Punkten an sich riss.
Ein ähnlicher Verlauf ist gegen Mistelbach in dieser Form weniger naheliegend. Die Mustangs kommen stärker über ihr Kollektiv, verteilen Verantwortung auf mehrere Schultern und sind dadurch weniger abhängig von einzelnen Runs, gleichzeitig aber konstant gefährlich.
Momentum und Energie
Aber: United bringt aktuell genau das, was in dieser Phase entscheidend ist. Das Team von Nemanja Nikolić wirkt bereit, ist schwer ausrechenbar und hat das Momentum auf seiner Seite. Gemeinsam mit Assistant Coach und Bundesliga-Urgestein Damir Lamešić steht dahinter ein Coaching-Team, das die Mannschaft entsprechend auf das Duell vorbereitet hat.
Taktisch wird es daher erneut darauf ankommen, wer das Tempo vorgibt. Gelingt es dem Gastgeber, das Spiel zu kontrollieren und Ballverluste zu minimieren, steigen die Chancen deutlich. Lässt man sich auf ein offenes Spiel ein, bekommt Mistelbach genau den Rhythmus, den sie brauchen.
Auch die Rotation kann ein Faktor werden. Über die volle Distanz kann frische Energie den Unterschied machen, vor allem dann, wenn das Spiel eng bleibt und das Tempo hoch ist. Am Ende wird jene Mannschaft, die über die volle Distanz konzentriert bleibt, dieses Spiel gewinnen.
Alles auf dem Tisch
Entschieden ist die Serie noch nicht. Der potenzielle Finalgegner steht jedoch bereits fest: Die UDW Alligators haben sich in der Best-of-Three-Serie gegen die Kufstein Towers mit 2:0 durchgesetzt.
Foto: Basketball Austria/Maryna Solovei