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Basket Flames krönen sich erstmals zu National-League-Champions

Die Basket Flames holen in der Sporthalle Steigenteschgasse den ersten National-League-Titel der Vereinsgeschichte. Bei der Premiere setzten sich die Flames im Endspiel mit 76:70 gegen die Vienna Timberwolves durch und entschieden ein intensives Wiener Derby für sich.

Die Partie hielt, was ein Finale verspricht. Beide Teams lieferten sich über 40 Minuten ein enges Spiel mit insgesamt 13 Führungswechseln. Die Timberwolves starteten stärker und gewannen das erste Viertel mit 17:10, doch die Flames antworteten im zweiten Abschnitt und drehten das Spiel bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen. Die Timberwolves hielten dagegen, kamen im dritten Viertel wieder näher, doch die Flames behielten in den entscheidenden Momenten die Kontrolle. Im Schlussabschnitt machten sie den Unterschied, effizienter in den Abschlüssen und konsequenter in den entscheidenden Possessions.

Die Donaustädterinnen hielten das Spiel über weite Strecken offen und blieben bis in den Schlussabschnitt hinein in Schlagdistanz, ehe in den entscheidenden Momenten die nötige Effizienz fehlte.

Rebound-Dominanz als Schlüssel zum Titel

Im Schlussviertel wurde es noch einmal spannend. Die Timberwolves starteten eine Aufholjagd und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf zwei Punkte. Über mehrere Minuten gelang den Flames kein Korberfolg, doch in der Crunchtime behielt das Team von Coach Stefan Höllerl die Kontrolle und brachte den Sieg über die Zeit.

Ausschlaggebend war unter anderem die Arbeit unter dem Korb. Die Flames holten 50 Rebounds, davon 17 offensiv, und erspielten sich damit zahlreiche zweite Chancen, die sie im Verlauf des Spiels konsequent nutzen konnten.

Bei den Timberwolves von Trainer Stano Stelzhammer wurde einmal mehr unter dem Korb deutlich, was sich bereits über die gesamte Saison hinweg gezeigt hat, auf der Fünf fehlt die Präsenz. Gleichzeitig fehlte phasenweise die Kontrolle im Spielaufbau. Zudem blieben die Donaustädterinnen aus dem Feld zu inkonstant und trafen nur 29,5 Prozent ihrer Zweipunktwürfe.

Jurhar dominiert am Brett

Topscorerin der Flames war Pia Jurhar mit 23 Punkten und 18 Rebounds und damit einem herausragenden Double-Double. Lisa Ganhör steuerte 13 Punkte und 12 Assists bei und lenkte das Spiel. Helena Linder stand über die gesamten 40 Minuten am Feld, kam auf 12 Punkte und 9 Rebounds und schrammte damit nur knapp an einem Double-Double vorbei. Auch Chiara Pavitsits lieferte wichtige Beiträge.

Auf Seiten der Timberwolves überzeugten Petra Pammer mit 22 Punkten und Inga Orekhova mit 14 Zählern. Loulou Kenens und Sophie Kunert kamen jeweils auf 8 Punkte, Clara Kronfuß verbuchte 12 Rebounds.

Am Ende steht ein verdienter Erfolg für die Basket Flames. In einem ausgeglichenen Finale waren sie in den entscheidenden Momenten konsequenter und sichern sich damit erstmals den Titel in der BDSL National League.

Foto: Basketball Austria/Maryna Solovei

BDSL NATIONAL LEAGUE · FINALE
Spiel
Vienna Timberwolves – Basket Flames
Ergebnis
70 : 76
Viertelergebnisse
(17:10, 18:26, 29:14, 12:20)
Topscorerinnen Timberwolves
Petra Pammer (22), Inga Orekhova (14), Loulou Kenens (8)
Topscorerinnen Flames
Pia Jurhar (23), Lisa Ganhör (13), Helena Linder (12)
Teamstatistik Timberwolves
FG: 24/76 (31.6%) · 3PT: 11/32 (34.4%) · FT: 11/17 (64.7%) · Rebounds: 47 · Assists: 14 · Turnovers: 15 · Steals: 9
Teamstatistik Flames
FG: 28/70 (40.0%) · 3PT: 6/15 (40.0%) · FT: 14/18 (77.8%) · Rebounds: 50 · Assists: 21 · Turnovers: 16 · Steals: 9
Spielort
SPH Steigenteschgasse, Wien, 21.03.2026