Basketball Austria Cup Finals: Flames und BC Vienna bestreiten Final Four
Die Basketball Austria Cup Finals eröffnen das Jahr 2026. Beim Final Four in der Sport Arena Wien wird der erste Titel der Saison vergeben. Mit den Basket Flames bei den Damen und BC Vienna bei den Herren stellt Wien in beiden Bewerben ein Team. Die Bundeshauptstadt rückt damit erneut ins Zentrum des nationalen Basketballgeschehens.
Den Auftakt aus Wiener Sicht bestreiten die Basket Flames. Im Halbfinale treffen sie auf UBSC-DBBC Graz, einen Gegner, den sie aus der laufenden Ligasaison gut kennen. Beide Teams standen sich bereits zweimal gegenüber, wodurch das Duell weniger von Überraschungen als von der Umsetzung bekannter Stärken und Schwächen geprägt sein dürfte.
UBSC DBBC Graz vs. Basket Flames
Die Basket Flames gehen als Tabellendritter der Damen Superliga ins Final Four. In den bisherigen Ligaduellen setzten sich die Wienerinnen mit 62:44 durch, in Graz folgte eine 77:58-Niederlage. Beide Partien verliefen deutlich unterschiedlich, insbesondere im Rebounding sowie in der Kontrolle der Transition nach Ballverlusten.
Offensiv verteilt sich die Verantwortung bei den Flames auf mehrere Schultern. Pia Jurhar prägt das Spiel vor allem durch ihre Arbeit unter den Körben. Ligaweit führt sie die Rebound-Wertung an (15,9 RPG), ist Spitzenreiterin bei den Blocks (3,1 BPG) und zählt in der Effizienz zu den auffälligsten Akteurinnen der Liga.
Helena Linder gehört zu den meist eingesetzten Spielerinnen und ist offensiv vor allem im Two-Point-Range präsent, ergänzt durch Rebounding. Lisa Ganhör steht als Kapitänin auf dem Feld und ist im Boxscore mit Points, Assists und Rebounds vertreten. Klara Brunner fällt statistisch vor allem durch defensives Rebounding auf.
Neuzugang Rebekka Kalaydjiev steht noch am Beginn ihrer Integration. Nach zwei absolvierten Spielen deutete sie ihr offensives Potenzial an, unter anderem mit 15 Punkten in einem ihrer bisherigen Einsätze. Im Cup stellt sie eine zusätzliche Option im Angriff dar.
Rollenverteilung und tragende Achsen
Auf Teamebene erzielen die Basket Flames 61,1 Punkte pro Spiel bei einer Feldwurfquote von 35,1 Prozent. Mit 51,5 Rebounds pro Partie zählen sie zu den stärkeren Teams unter den Körben, Turnover wirken sich jedoch direkt auf die Transition und die defensive Balance aus.
Graz verteilt die offensive Verantwortung ebenfalls auf mehrere Spielerinnen. Uma Bobić, Christina Köppel, Annika Neumann und Ajla Meskić bewegen sich allesamt im Bereich zweistelliger Punkteschnitte. Auffällig sind vor allem Offensiv-Rebounds und Ballgewinne, bei gleichzeitig erhöhter Turnover-Anzahl.
Sollten die Basket Flames ins Finale einziehen und sich die BK Duchess im zweiten Halbfinale gegen UBI Graz durchsetzen, würde es zu einer echten family affair kommen. Flames-Coach Stefan Höllerl träfe im Endspiel auf seine Tochter Sina, österreichische Nationalspielerin im Trikot der Duchess. Der Pokal hätte damit unabhängig vom Ausgang bereits seine Adresse.
Flyers Wels vs. BC Vienna
BC Vienna erreicht das Final Four aus einer Phase mit klarer sportlicher Entwicklung. In der Basketball Superliga stehen die Wiener nach 14 Spieltagen bei neun Siegen. Parallel dazu stellte die Teilnahme an der ABA League zusätzliche Anforderungen, da die endgültige Zusage erst spät im Sommer erfolgte und es im Saisonverlauf zu Terminüberschneidungen kam. Entsprechend variierte die Rotation in einzelnen Spielen.
Der Weg ins Final Four bestätigt diese Entwicklung. Nach dem Erfolg gegen Eisenstadt folgte im Viertelfinale ein klarer 87:67-Sieg gegen die amtierenden Cupsieger, die Dukes aus Klosterneuburg. Im Halbfinale trifft BC Vienna nun auf die Flyers Wels.
Das Auswärtsspiel bei KK Mega Basket in der ABA League am 5. Jänner folgt unmittelbar auf das Cup-Wochenende und macht die personelle Ausgangslage von BC Vienna offen. Entsprechend zeigte sich zuletzt eine erhöhte Fluktuation in der Rotation.
Die 71:73-Niederlage im Hallmann Dome sowie der 89:65-Auswärtssieg in Wels spiegelten unterschiedliche personelle Ausgangslagen wider, auch im Cup gegen die Dukes war diese Dynamik erkennbar.
Vor diesem Hintergrund gewinnt das Management von Belastung, Rotation und Reiseaufwand zwischen Cup und Adriatic Basketball Association an Bedeutung, da Abwägungen zwischen den Bewerben notwendig sind.
Rotation, Rollen und Matchups
Neben den bekannten Leistungsträgern zeigt sich zuletzt auch die gewachsene Breite im Kader. Luka Ascerić übernimmt zunehmend Verantwortung als sekundärer Ballhandler, während Lenny Steven Benczak und Kerem Yilmazer mit Energie, Defense und Shooting zusätzliche Optionen in der Rotation liefern.
Zuletzt kamen auch neue Kräfte im Ligabetrieb zum Einsatz. Beim 104:84-Heimsieg gegen Kapfenberg feierten Gregor Glas, Sammy Hunter und Lovre Rujnić ihr Debüt in der Basketball Superliga, nachdem sie zuvor ausschließlich in der ABA League eingesetzt worden waren.
Offensiv wird BC Vienna in der heimischen Liga von Leihspieler Borislav Mladenov von Hapoel Tel Aviv angeführt, der im Schnitt 18,6 Punkte pro Spiel erzielt. Unterstützt wird er von Aron Stazić, Simas Jarumbauskas und Kapitän Rasid Mahalbasić, wodurch mehrere konstante Optionen im Halbfeld zur Verfügung stehen, insbesondere aus Pick-and-Roll-Situationen.
Rebounding, Struktur und Spielkontrolle
Im Frontcourt prägt Jarumbauskas das Spiel mit ligaweit führenden 13,5 Rebounds pro Partie, unterstützt von Leon Bulić. Defensiv bringt Filip Vukovljak Präsenz am Ring ein, während Mladenov verlässliche Help-Defense und Absicherung aus dem Backcourt liefert. Auf Teamebene erzielt BC Vienna 86,2 Punkte pro Spiel bei einer Feldwurfquote von 48,3 Prozent und durchschnittlich 20,1 Assists.
Die Flyers Wels kommen auf 83,6 Punkte pro Spiel bei 45,6 Prozent Feldwurfquote. Mit 13,9 Offensiv-Rebounds pro Partie generieren sie zusätzliche Ballbesitze, während Spieler wie Marcus Azor, Chris Rollins Jr. und Joshua Duach das offensive Profil prägen.
Im direkten Vergleich prallen zwei unterschiedliche Spielansätze aufeinander. BC Vienna kommt über Rebounding und ein kontrolliertes Halbfeldspiel, Wels setzt auf hohes Tempo, frühe Abschlüsse und zweite Chancen nach Offensiv-Rebounds. Vor diesem Hintergrund rückt die personelle Ausgangslage im Halbfinale gegen Wels in den Fokus.
Tickets & Rahmenprogramm
Neben den Final-Four-Turnieren der Damen und Herren werden auch die Cup-Entscheidungen im Rollstuhl-Basketball ausgetragen. Ergänzt wird das sportliche Programm durch ein begleitendes Rahmenangebot in der Sport Arena Wien. Tickets für das Cup-Wochenende sind weiterhin erhältlich. In den verfügbaren Sektoren besteht freie Platzwahl.
Spielansetzungen
