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BC Vienna fordert UBSC Graz in der Platzierungsrunde

Nach dem Heimsieg gegen die BK Dukes geht BC Vienna mit Rückenwind in die nächste Aufgabe. In der 8. Runde der Platzierungsrunde der Basketball Superliga wartet mit UBSC Graz die nächste Standortbestimmung, erneut vor eigenem Publikum im Hallmann Dome. Tip-off ist am Dienstag um 19.00 Uhr.

Mit dem 87:78-Erfolg gegen die Klosterneuburger hat Vienna am vergangenen Spieltag genau das geliefert, was in dieser Phase der Saison zählt: Präsenz über weite Strecken und Qualität in den entscheidenden Possessions. Der Unterschied zu den Spielen davor lag auch im Personal. Nach den Terminüberschneidungen zwischen ABA League und Basketball Superliga, in denen die U19 zum Einsatz kam, stand gegen die Dukes wieder ein Großteil des ABA-Kaders am Parkett. Auch gegen Graz wird Vienna wieder in dieser Konstellation auftreten.

Tempo und Rhythmus als Grundlage

Vor allem das Comeback von Gregor Glas gab dem Spiel in der Schlussphase die nötige Ruhe, als die Partie kurzzeitig zu kippen drohte. Über weite Strecken zeigte sich ein klares Bild. Vienna bestimmte Tempo und Rhythmus, agierte im Halbfeld konsequent und setzte den Gegner konstant unter Druck. Die Führung entstand nicht über einzelne Runs, sondern über konsequent ausgespielte Vorteile über viele Angriffe hinweg.

Die Ausgangslage gegen Graz ist dabei klar einzuordnen. Vienna entschied beide Duelle im Grunddurchgang für sich, das erste Aufeinandertreffen in der Platzierungsrunde ging jedoch an Graz, allerdings unter anderen Voraussetzungen, da auch in diesem Spiel die U19 für Vienna im Einsatz war.

Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht, wie eng das Matchup werden könnte. Graz erzielt mit rund 88 Punkten pro Spiel etwas mehr als Vienna mit 85, bringt dafür aber auch eine hohe Effizienz von außen mit, insbesondere von der Dreierlinie. Vienna liegt im Gegenzug im Zweipunktbereich vorne und findet seine Vorteile häufiger im Halbfeldspiel. Auch am Rebound ist es ein Spiel auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für Graz.

Zugriff von Beginn an

Mit Tevin Brewer stellt Graz zudem den aktuell effektivsten Scorer, der gemeinsam mit Peyton Gerald und Zach Laput einen Großteil der offensiven Last trägt. Genau hier wird Vienna defensiv ansetzen müssen, um den Rhythmus der Gäste früh zu brechen.

Auf Wiener Seite lag der Fokus zuletzt auf einer breiteren Verteilung. Aron Stazić lieferte konstante Zahlen, Rašid Mahalbasić setzte unter dem Korb die Akzente, dazu brachte Gregor Glas nach seiner Rückkehr genau jene Ruhe, die in engen Phasen den Unterschied macht.

Für Vienna wird entscheidend sein, von Beginn an Zugriff zu bekommen und das Spiel zu bestimmen, ohne sich auf ein offenes Duell einzulassen. Graz bringt genug Qualität mit, um jede Phase zu bestrafen, besonders über den Distanzwurf und Ballgewinne.

Foto: Basketball Austria/Andreas Pichler