BC Vienna lässt Chance im Play-out liegen, Niederlage gegen FMP
BC Vienna verpasste im Play-out eine wichtige Chance und unterlag KK FMP mit 89:98. Nach dem Break in Split blieb diese Möglichkeit ungenutzt. Eine zwischenzeitliche Führung im dritten Viertel brachte die Wiener in Position, das Spiel zu drehen, doch es gelang nicht, die Kontrolle dauerhaft auf die eigene Seite zu ziehen.
Der Auftakt entwickelte sich früh in eine klare Richtung. Vienna ging zunächst in Führung, verlor danach jedoch rasch den Zugriff auf das Spiel. FMP nutzte diese Phase konsequent, erhöhte den Druck, kam zu einfachen Abschlüssen und setzte sich mit einem Run im ersten Viertel ab. BC fand offensiv kaum Rhythmus, während defensiv zu viele klare Situationen zugelassen wurden.
Im zweiten Viertel änderte sich das Bild schrittweise. Vienna brachte mehr Ruhe in die eigenen Angriffe, bewegte den Ball besser und kam zu klareren Abschlüssen. Der Rückstand blieb jedoch bestehen. Immer wieder fehlte die direkte Verbindung zwischen defensiven Stops und erfolgreichen Offensivaktionen, wodurch es nicht gelang, den Abstand entscheidend zu verkürzen.
Stärkste Phase bringt kurzfristige Führung
Nach der Pause folgte die stärkste Phase der Wiener. Die Intensität ging deutlich nach oben, die Verteidigung wurde aggressiver und daraus entwickelte sich auch offensiv ein besserer Fluss. Vienna übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel und drehte die Partie im dritten Viertel zwischenzeitlich. Rašid Mahalbašić stand in dieser Phase rund 17 Minuten auf dem Court, nachdem er erst am Vortag in der Bundesliga Superliga in Wels über die volle Distanz im Einsatz war.
Genau in diesem Moment lag die Chance, das Spiel zu kippen. Stattdessen drehte sich die Dynamik erneut. Die Gäste aus Belgrad reagierten unmittelbar, fanden wieder Zugriff auf das Spiel und stellten den eigenen Rhythmus wieder her. Die kurze Wiener Führung blieb eine Momentaufnahme.
Coffin spricht von schwierigem weiteren Weg
Zu Beginn des Schlussviertels blieb Vienna in Reichweite, musste aber erneut einem Rückstand nachlaufen. Mehrmals gelang es, den Abstand zu verkürzen, unter anderem auf sechs Punkte. In den entscheidenden Sequenzen fehlte jedoch die letzte Konsequenz. FMP nutzte seine Möglichkeiten, traf wichtige Würfe und kontrollierte die Schlussphase, ohne das Spiel noch einmal offen werden zu lassen.
Vienna-Coach Mike Coffin nach dem Spiel: „Der restliche Weg wird eine Herausforderung. Wir haben uns zurückgekämpft und im dritten Viertel sogar die Führung übernommen. Danach waren es wieder kleine Fehler, vielleicht auch in der Umsetzung des Gameplans. Insgesamt gab es heute nicht viel Positives.“
Zu viele zugelassene zweite Chancen
Ein zentraler Faktor lag im Rebounding. Vienna verlor das Duell mit 26:36 und ließ daraus 12 Second-Chance-Punkte zu, während selbst nur 2 erzielt wurden. Diese zusätzlichen Possessions gaben dem Spiel in entscheidenden Phasen die Richtung.
Auch von der Freiwurflinie ließ Vienna Punkte liegen. 26 von 35 Versuchen bedeuten neun vergebene Zähler, die in einem Spiel dieser Differenz ins Gewicht fallen. Vienna lag zudem nur rund eine Minute in Führung, während FMP über weite Strecken das Spiel kontrollierte und insgesamt 36 Minuten vorne lag.
Boum mit außergewöhnlicher Einzelleistung
Bester Wiener war Souley Boum mit 32 Punkten, 7 Assists und 4 Rebounds. Mit einem Effizienz-Wert von 46 liefert er zudem eine der stärksten Einzelleistungen der ABA-League-Geschichte. Simas Jarumbauskas kam auf 16 Punkte und 5 Rebounds, Sammy Hunter auf 9 Punkte, Rašid Mahalbašić auf 10 Punkte.
Zeit zum Nachtrauern gibt es für Vienna nicht. Bereits am Donnerstag, 26. März 2026, steht in der ABA League das nächste Spiel an, KK Borac Čačak ist im Hallmann Dome zu Gast. Tip-off: 20.30 Uhr.
Foto: CrownCapature
