BC Vienna mit Doppelbelastung, Entscheidung um Platz drei in Oberwart
Weniger als 24 Stunden nach dem Auftritt in der ABA League gegen KK Split steht für den BC Vienna bereits das nächste Spiel an. Am letzten Spieltag der Platzierungsrunde fällt heute um 19.00 Uhr in Oberwart die Entscheidung um Platz drei.
Die Rechnung ist klar und lässt keinen Spielraum: Die Wiener haben es selbst in der Hand. Ein Sieg genügt, um Rang drei fix abzusichern. Kommt es anders, entscheidet das Parallelspiel. Gewinnt Wels in Kapfenberg, fällt Vienna noch auf Platz vier zurück, verliert Wels, bleibt Rang drei auch im Falle einer Niederlage bestehen.
Der Fokus verschiebt sich dabei klar auf die Rotation. Spieler wie Souley Boum stehen in der Platzierungsrunde nicht zur Verfügung, stattdessen tragen jene Akteure das Spiel, die diese Phase geprägt haben. Namen wie Aron Stazić und Rašid Mahalbašić rücken damit wieder in den Mittelpunkt, sie geben dem Spiel Richtung und Präsenz.
Frische Kräfte aus dem ABA-Kader
Daraus ergibt sich auch der personelle Ansatz für dieses Spiel. Frische Kräfte aus dem ABA-Roster werden gezielt eingebunden, vor allem Spieler ohne oder mit wenigen Minuten gegen Split. Die Bundesliga-Rotation bleibt unverändert, die Mischung bringt physische Vorteile und klare Rollen.
Die personelle Situation wird zusätzlich durch den parallelen Playoff-Start der SL19 beeinflusst. Die U19 ist heute selbst im Einsatz und fehlt damit komplett. Die Rotation wird enger, die Minuten verteilen sich auf weniger Spieler, jeder muss mehr übernehmen.
Rahmenbedingungen in Oberwart
Auch die Rahmenbedingungen in Oberwart sind Teil dieser Gleichung. Unmittelbar vor dem Start der Playoffs wird auch dort die Minutenverteilung eine Rolle spielen, um kein unnötiges Verletzungsrisiko einzugehen. Gleichzeitig bleibt das letzte direkte Duell omnipräsent, das Vienna im Hallmann Dome deutlich mit 89:68 für sich entschieden hat. Ob daraus zusätzliche Intensität entsteht oder der Fokus bereits auf die Playoffs gerichtet ist, wird sich im Spiel zeigen.
Für Vienna bleibt die Aufgabe dennoch eindeutig. Es gilt, den eigenen Rhythmus zu finden, die Rotation kontrolliert einzusetzen und das Spiel so zu gestalten, dass die Entscheidung nicht vom Parallelspiel abhängt. Die Ausgangsposition ist da, jetzt geht es darum, sie konsequent zu nutzen, Platz drei aus eigener Kraft mitzunehmen und sich damit auch den Heimvorteil zu sichern.
Foto: Basketball Austria/Andreas Pichler