BC Vienna vor Wiedersehen in Podgorica
Mit drei Heimsiegen in Serie im Rücken, darunter der Erfolg in der ABA League gegen Borac Čačak, geht BC Vienna heute um 18.00 Uhr in Podgorica in das nächste Play-Out-Duell gegen SC Derby. Nach den jüngsten Ergebnissen wartet nun die nächste Standortbestimmung auswärts.
Die Ausgangslage bleibt eng. Im dicht gestaffelten Play-Out kann jeder Sieg das Kräfteverhältnis spürbar verschieben, sowohl im Rennen um die bessere Platzierung als auch mit Blick auf das Play-In. Die Wiener haben sich zuletzt in Position gebracht und stehen nun vor der Aufgabe, diesen Lauf auch in Montenegro zu bestätigen. Während drei der letzten fünf Spiele gewonnen wurden, steht SC Derby im selben Zeitraum bei nur einem Erfolg.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie wenig Spielraum es gibt. Acht Siege bei 14 Niederlagen bedeuten aktuell Anschluss nach oben, gleichzeitig bleibt der Druck von hinten bestehen. SC Derby liegt mit fünf Siegen und 17 Niederlagen am Tabellenende und braucht Ergebnisse, um nicht abzusteigen.
Mit einem weiteren Erfolg würde BC Vienna nicht nur auf neun Siege stellen und im Play-In-Rennen bleiben, sondern sich auch rechnerisch endgültig von der Relegation und einem möglichen Abstieg in die ABA 2 lösen. Bei nur noch vier ausstehenden Spielen im Play-Out erhöht sich der Druck zusätzlich, jeder Sieg hat unmittelbare Auswirkungen auf die Tabelle.
Rückblick mit klarer Richtung
Das erste Duell im Hallmann Dome ging mit 91:79 an die Wiener. Nach einem schwierigen Start übernahm das Team zunehmend die Kontrolle, erhöhte den Druck in der Defense und fand offensiv klarere Lösungen. Vor allem das zweite Viertel sowie die Vorteile am Brett kippten die Partie.
Diese Elemente werden auch in Podgorica entscheidend sein. Der Zugriff muss über Defense, Rebounding und Ballkontrolle kommen, alles andere spielt dem Gegner in die Karten.
Tempo als Schlüssel
Entscheidend wird sein, wer das Tempo diktiert. Gelingt es, das Spiel ins Halbfeld zu ziehen und Turnover zu vermeiden, verschiebt sich die Partie klar in Richtung der Gäste. Dabei hilft die aktuelle Aufstellung im Backcourt.
Neben Souley Boum übernehmen auch Luka Ašćerić und Tekele Cotton Verantwortung im Ballvortrag, wodurch das Spiel variabler und weniger berechenbar wird. Im Fokus steht zudem das direkte Duell zwischen Boum und Darius Johnson. Beide prägen das Spiel ihrer Teams, sowohl als Scorer als auch im Playmaking.
Wird die Partie hingegen offen und possessions-lastig, kommt das SC Derby entgegen. Das Team lebt von Tempo, Athletik und schnellen Abschlüssen. Genau in diesen Phasen darf die Kontrolle nicht verloren gehen.
Zusätzlich hat sich die Personalsituation in der zweiten Saisonhälfte spürbar verbessert. Die Rückkehr von Gregor Glas, der seit zwei Spielen wieder im Einsatz ist, bringt zusätzliche Optionen im Aufbau und mehr Ruhe in entscheidenden Sequenzen.
Gerade auswärts bekommt auch die Anfangsphase besonderes Gewicht. SC Derby wird vor eigenem Publikum mit hoher Intensität starten, entsprechend gefordert ist BC Vienna, sofort dagegenzuhalten und nicht früh in einen offenen Schlagabtausch zu geraten.
Andere Dynamik als im Hinspiel
Während die Wiener mit klarer Richtung aus den letzten Spielen anreisen, steht SC Derby nach der Niederlage im ersten Duell unter Druck. Vor eigenem Publikum wird das Team versuchen, das Tempo früh anzuziehen und das Spiel in offene Phasen zu bringen.
Für die Gäste geht es darum, über längere Strecken die Kontrolle zu behalten und sich nicht aus dem eigenen Rhythmus drängen zu lassen.
Die Ausgangslage ist klar. Vienna geht mit Selbstvertrauen in die Partie, SC Derby braucht eine Reaktion. Am Ende wird entscheidend sein, wer in den entscheidenden Possessions die besseren Lösungen findet. Viel spricht dafür, dass auch in Podgorica ein weiterer Erfolg möglich ist.
Foto: CrownCapture