BDSL: Durchwachsene Doppelrunde für Wiener Teams
In der Basketball Damen Superliga stand am vergangenen Freitag sowie am Sonntag eine Doppelrunde auf dem Programm. Für die Wiener Teams verlief das Wochenende unterschiedlich: Die Vienna Timberwolves holten einen Sieg aus zwei Spielen, während Basket Flames und Vienna United Women jeweils beide Partien verloren.
Gegen BK Duchess mussten sich die Basket Flames Women mit 49:80 geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Gäste im zweiten Viertel zunehmend die Kontrolle und setzten sich Schritt für Schritt ab. Vor allem defensiv gelang es den Flames nicht, den Rhythmus der Duchess nachhaltig zu brechen.
Offensiv fehlte über weite Strecken die Effizienz. Nur 16 der 47 Würfe fanden ihr Ziel, was einer Quote von 34 Prozent entspricht. Zudem führten 20 Ballverluste immer wieder zu einfachen Punkten für die Gegnerinnen. Unter dem Korb zeigte Pia Jurhar mit 12 Punkten und 14 Rebounds eine engagierte Leistung, auch Laetitia Schumacher (12 Punkte) und Chiara Pavisits (11) punkteten zweistellig.
Dennoch gelang es den Wienerinnen nicht, über längere Phasen offensiven Druck aufzubauen oder das Spiel noch einmal eng zu gestalten. Mit dieser Niederlage beendeten die Flames das Wochenende ohne Sieg und mussten beide Partien abgeben.
United: Probleme aus der Distanz und 18 Ballverluste
Ähnlich erging es Vienna United. Beim 47:65 gegen UBSC-DBBC Graz hielt man phasenweise gut mit, doch die Zahlen zeigen, wo die Partie kippte. Mit 13 Treffern aus 38 Versuchen blieb die Feldwurfquote bei 34,2 Prozent, von außen fielen lediglich drei von 16 Würfen. Dazu kamen 18 Turnover – zu viele Angriffe endeten ohne Abschluss.
Linda Sammer führte das Team mit 11 Punkten an, Emma Kress steuerte 9 Zähler bei, Jula Schmidt kam auf 8 Punkte. Insgesamt griff United 33 Rebounds ab, doch die Ballbewegung blieb zu statisch – nur acht Assists sprechen für sich. Auch im zweiten Spiel der Runde konnte United offensiv keine Stabilität entwickeln und musste sich erneut geschlagen geben.
Graz nutzt schwaches drittes Viertel gegen Wolves
Nach einem Sieg im ersten Spiel der Doppelrunde reisten die Vienna Timberwolves Women zum zweiten Duell nach Graz – dort setzte es eine 66:83-Niederlage gegen UBI. Dabei fiel das Ergebnis deutlicher aus, als es der Spielverlauf phasenweise vermuten ließ. Vor allem aus dem Zweipunktebereich agierten die Wienerinnen effizient und verwandelten 17 ihrer 33 Versuche (51,5 Prozent).
Was jedoch fehlte, war die Treffsicherheit aus der Distanz. Lediglich fünf von 27 Dreipunktewürfen fanden ihr Ziel, eine Quote von 18,5 Prozent, die es schwer machte, auf Läufe der Gastgeberinnen zu reagieren. Zusätzlich brachten 20 Ballverluste Graz immer wieder in gute Transition-Situationen.
Inga Orekhova übernahm mit 18 Punkten die offensive Verantwortung, Sophie Kunert steuerte 16 Zähler bei und Loulou Kenens ergänzte mit 15 Punkten sowie neun Rebounds. Dennoch kippte die Partie im dritten Viertel, als Graz das Tempo bestimmte und den Vorsprung Schritt für Schritt ausbaute. Erschwerend kam hinzu, dass Wolves-Coach Stano Stelzhammer auf Clara Kronfuß verzichten musste, die in Wien geblieben war.
Foto: Basketball Austria/Maryna Solovei
