Cup Finals: Flyers drehen Halbfinal-Krimi gegen BC Vienna
Die Flyers Wels haben bei den Basketball Austria Cup Finals in der Sport Arena Wien für den Paukenschlag des Final Four gesorgt. In einem intensiven, phasenweise hochklassigen Halbfinale setzten sich die Oberösterreicher mit 95:89 gegen Favorit BC Vienna durch und stehen damit zum dritten Mal in Folge im Endspiel.
Dabei sah es lange nicht nach einem Welser Finaleinzug aus. BC Vienna übernahm nach einem wackeligen Start zunehmend die Kontrolle und setzte sich bis zur Pause auf 51:40 ab. Vor allem Gregor Glas (20 Punkte) und Simas Jarumbauskas (17 Punkte, 12 Rebounds, 6 Assists) prägten die starke Phase der Wiener, die ihre Vorteile in Größe, Physis und Reboundarbeit konsequent ausspielten.
Doch Wels kam nach der Pause mit maximaler Aggressivität zurück. Defensiver Druck, schnelle Entscheidungen und ein klarer Rhythmuswechsel drehten die Partie. Der Rückstand schmolz Punkt für Punkt, vor dem Schlussviertel war beim Stand von 62:63 wieder alles offen. Ein früher Dreier brachte die Flyers erstmals seit dem zweiten Viertel wieder in Führung und leitete eine dramatische Schlussphase ein.
Entscheidung in der Crunchtime
Trotz Foulproblemen, angeschlagener Spieler und einer kurzen Rotation hielt Wels dem Druck der Hausherren stand. Angeführt von Marcus Azor, der mit 35 Punkten und 9 Assists ein Ausrufezeichen setzte, verteidigten die Flyers ihre knappe Führung bis zur Schlusssirene. Der Favorit fand in den letzten Minuten keine Antwort mehr.
Für BC Vienna endet der Cup-Traum damit früher als erwartet. Trotz starker individueller Leistungen und ordentlicher Wurfquoten ging im letzten Abschnitt die Kontrolle verloren, Wels nutzte jede Schwäche konsequent aus.
Die Favoritner zeigten sich nach dem überraschenden Aus selbstkritisch. „Wir haben den Zugriff auf das Spiel verloren. Gratulation an Wels, sie stehen verdient im Finale“, sagte Kapitän Rašid Mahalbasić. Die Flyers kämpfen nun am Sonntag (18.00 Uhr) gegen die Bulls aus Kapfenberg um den Titel.
Foto: Basketball Austria/Maryna Solovei
