Playoff-Halbfinale: Graz favorisiert, Flames mit Antwort bereit
Mit dem Start der Playoffs in der Damen Superliga rückt das Halbfinale zwischen UBI Graz und den Basket Flames in den Fokus. Die Grazerinnen gehen als Favoritinnen und mit Heimvorteil in die Best-of-3-Serie, doch die Flames haben bereits gezeigt, dass sie dieses Duell kippen können.
Graz startet aus der besseren Ausgangslage. Konstanz über die Saison, ein breiter Kader und die individuelle Qualität rund um Simone Sill, Chrystyna Kulesha, Jade Hill, Janet Oriakhi und Anja Knoflach sprechen für die Steirerinnen. Mit über 73 Punkten pro Spiel und effizientem Spiel am Korb bringt das Team offensiv mehr Durchschlagskraft mit und kann das Tempo über mehrere Optionen bestimmen.
Auch in den Effizienzwerten liegen die Grazerinnen vorne. Höhere Wurfquoten aus dem Feld, Vorteile im Zwei-Punkte-Bereich und mehr Assists unterstreichen die Stärke ihrer Offense. Gleichzeitig geht die Mannschaft deutlich sorgfältiger mit dem Ball um und produziert im Schnitt rund 3,4 Turnovers weniger pro Spiel..
Die Zahlen sprechen für Graz, doch die Flames haben dieses Matchup bereits zu ihren Gunsten entschieden. Der 67:45-Erfolg im Grunddurchgang in Graz zeigt, auf welchem Niveau dieses Team agieren kann. Mit Pia Jurhar als dominanter Präsenz unter dem Korb und Lisa Ganhör als verlässlicher Option im Scoring bringen die Wienerinnen die nötige Balance mit.
Die Verantwortung verteilt sich dabei auf mehrere Schultern. Auch Helena Linder, Laetitia Schumacher und Klara Brunner geben dem Spiel zusätzliche Tiefe und machen die Flames schwer auszurechnen.
Breite, Selbstvertrauen und das Duell in der Zone
Dazu kommen Impulse aus der Breite. Chiara Pavitsits und Tita Zaboji, die mit den Uni Wien Emperors zuletzt die ACSL Finals gewonnen haben, bringen zusätzliches Selbstvertrauen in die Serie. Auch der Gewinn der National League unterstreicht das aktuelle Selbstverständnis der Flames.
Im Zentrum der Serie steht das Duell in der Zone. Jurhar gegen die Tiefe und Physis von Graz, dazu das Rebounding auf beiden Seiten. Während die Flames insgesamt stärker beim Defensiv-Rebound sind, generiert Graz über das offensive Brett zweite Chancen und hält so konstant Druck aufrecht.
Neue Impulse und Erwartungen bei Graz
Graz geht mit neuer Dynamik in die Serie. Nach den Vorwürfen aus dem Umfeld der eigenen Mannschaft und dem Trainerwechsel Ende März steht nun Theresa Petričević an der Seitenlinie. Die Grazerinnen wollen diese Veränderung nutzen, um neue Impulse zu setzen und mit klarem Fokus in die Playoffs zu gehen.
Spiel eins am Montag in Graz ist richtungsweisend und ab 20.20 Uhr live auf ORF Sport+ zu sehen. In einer kurzen Serie kann ein Break die psychologische Ausgangslage sofort verschieben. Die Erwartungen liegen daher bei den Grazerinnen, die ihrer Favoritinnenrolle gerecht werden müssen.
Foto: Basketball Austria/Bernd Kohlmaier