UBI holt Game 1, Flames mit Einbruch nach der Pause
UBI Graz gewinnt Spiel 1 der Halbfinalserie mit 75:60 und stellt auf 1:0. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte kippte die Partie nach der Pause klar, die Basket Flames verloren offensiv den Rhythmus und fanden keine Antworten mehr.
Lange entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, getragen von einer dominanten Pia Jurhar, die die Flames praktisch im Alleingang in der Partie hielt. Mit 22 Punkten bis zur Pause setzte sie immer wieder Akzente in der Zone, war physisch präsent und kaum zu kontrollieren. Sie war der klare Fixpunkt im Wiener Offensivspiel und der Grund, warum die Flames zur Halbzeit in Schlagdistanz (46:42).
Graz fand darauf zunächst keine direkte Antwort, blieb jedoch ruhig im eigenen Spiel. Die Verantwortung wurde auf mehrere Schultern verteilt, das Tempo kontrolliert, ohne sich von Jurhars Inside-Game aus dem Konzept bringen zu lassen. Genau diese Breite im Spiel sollte sich nach dem Seitenwechsel als entscheidender Faktor herausstellen.
Bruch nach der Pause
Mit Beginn der zweiten Halbzeit kippte die Partie spürbar. Die Gäste aus Wien verloren zunehmend den Faden. Die Offensive wurde statischer, die Ballbewegung nahm ab und die Abschlüsse wurden schwieriger und erzwungener.
Besonders deutlich zeigte sich das von außen. Die Flames trafen nur 2/15 Dreipunktewürfe, wodurch das Feld eng wurde und das Inside-Spiel zusätzlich unter Druck geriet. Ohne konstante Gefahr aus der Distanz fehlte die Entlastung.
Drittes Viertel kippt die Partie
Nach der Pause zog Graz defensiv spürbar an, stellte die Räume zu und nahm den Flames Schritt für Schritt die Optionen. Was zuvor noch offen war, kippte innerhalb weniger Minuten. Die Flames fanden offensiv keinen Rhythmus mehr, nur 6 Punkte im dritten Viertel, die Partie war praktisch damit entschieden.
UBI nutzte diese Phase konsequent. Das Spiel lief über mehrere Protagonistinnen. Simone Sill führte mit 19 Punkten, Khrystyna Kulesha legte 18 Punkte und 10 Rebounds auf, Simone Schwarzinger kam auf 17 Punkte. Jade Hill lenkte das Spiel mit 11 Punkten und 7 Assists und gab den Takt vor.
Rotation wird zum Faktor
Ein weiterer Unterschied lag in der Rotation. Coach Stefan Höllerl agierte mit einer sehr kurzen Rotation, bis auf Chiara Pavitsits gingen alle Starterinnen über die 37-Minuten-Marke. Mit zunehmender Spieldauer machte sich das bemerkbar, Intensität und Frische gingen verloren.
UBI-Trainerin Theresa Petričević hingegen konnte nachlegen, brachte Energie von der Bank und hielt das Niveau auch in der zweiten Hälfte konstant hoch. Mit Joan Oriakhi kam zudem eine 15-jährige zu ihrem Playoff-Debüt.
Für die Flames bleibt Zeit zur Adaptierung zum Do or Die. Die Chance zum Ausgleich folgt am Samstag, 11. April 2026 um 16.15 Uhr in der SPH Mollardgasse.
Foto: Basketball Austria/Bernd Kohlmaier